Eingang
Herzlich willkommen in der Philharmonie, Berlins musikalischer Mitte.
Seit 1963 ist sie Heimstätte der Berliner Philharmoniker. Doch nicht nur das.
Viele andere Veranstalter nutzen den Großen Saal und den Kammermusiksaal für Konzerte und Aufführungen.
Ein Ort des kulturellen Miteinanders, der künstlerischen Begegnungen.
Nichts anderes wollte der Architekt Hans Scharoun schaffen, als er dieses Haus konzipierte.
Machen Sie sich auf, erkunden Sie die Philharmonie, ihre Architektur und ihre Geschichte.
Kasse
An dieser Kasse sind die Karten für die von der Stiftung Berliner Philharmoniker veranstalteten Konzerte erhältlich.
Sie ist geöffnet von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 14 Uhr
(außer am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar).
Gastkasse
Hier werden die Karten der Gastveranstalter verkauft. Die Gastkasse ist von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr,
an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 14 Uhr geöffnet; Anfragen werden unter der Telefonnummer 030.25488-132/301
entgegengenommen; eine telefonische Kartenbestellung für Gastveranstaltungen ist nicht möglich.
Info-Counter
Während der Vorverkaufszeiten kann an diesem Informationsstand alles Wissenswerte über den Kartenverkauf und die Konzerte eingeholt werden.
Info-Regale und Auslagen
Zum Mitnehmen: Die komplette Jahresvorschau der Stiftung Berliner Philharmoniker, das aktuelle Monatsprogramm sowie
Flyer und Programmübersichten der Gastveranstalter.
Saalplan
Der Plan des Großen Saals gibt Auskunft über Lage der Sitzplätze.
Treppe
Hier geht’s lang: zu den Blöcken rechts sowie zum Hermann-Wolff-Saal und ins Südfoyer, Räumlichkeiten,
in denen bei Konzerten der Berliner Philharmoniker die Einführungsveranstaltungen stattfinden.
Info-Counter im Foyer
Dieser Info-Counter ist während der Konzerte besetzt. Hier können Informationen zum aktuellen Konzert,
zum Kartenvorverkauf und zur Philharmonie eingeholt werden.
Unteres Garderobenfoyer
Das Garderobenfoyer als Teil von Scharouns räumlich-fließendem Gebäudekonzept leitet vom Kassenbereich zum Hauptfoyer.
Ausstellung
Das Foyer wird regelmäßig für Ausstellungen genutzt.
Shop
Der Shop mit seinem breiten Angebot an CDs, DVDs, Fachliteratur und Geschenkartikeln steht den Besuchern während der Konzerte offen.
Eine Auswahl des Sortiments gibt es auch online unter
http://shop.berliner-philharmoniker.de.
Der Shop wurde 2002 vom Architektenbüro Kahlfeldt in das Foyer integriert.
Hans Scharoun, Büste von Marg Moll
Hans Scharoun (1893-1972) gewann den Wettbewerb, den die Stadt Berlin 1956 für den Neubau der Philharmonie ausgeschrieben hatte.
Er gehörte zu den avantgardistischen Architekten seiner Zeit. Seine Vision: Raum für den »freien Menschen« zu schaffen.
Decke Foyer
Form folgt Funktion: Scharoun konzipierte die Philharmonie von innen nach außen. Herzstück bildet der Konzertsaal.
Seine Gestalt prägt die Struktur des Foyers, dessen ansteigende Decken die Unterseiten der Zuschauerebenen abbilden.
Bar
Bar für Getränke und Snacks während der Pause.
Fußboden
B-A-C-H: Bei der Gestaltung der bunten Mosaike, die in den Natursteinboden eingefügt sind, ließ sich ihr Schöpfer,
Erich F. Reuter, von Werken Johann Sebastian Bachs inspirieren.
Mittelachse
Der Mittelknick der Decke entspricht der Symmetrieachse des Saals und ist einem Schiffskiel nachempfunden.
Scharoun, der in Bremen geboren und in Bremerhaven aufgewachsen ist, war seit seiner Kindheit von Schiffen fasziniert.
Später übertrug er viele konstruktive Elemente des Schiffbaus auf seine Architektur.
Bar
Loungebereich mit Bar für Getränke und Snacks während der Konzertpause.
Fenster
Blick auf den Philharmonischen Garten und das Musikinstrumenten-Museum.
nördliches Umgangsfoyer
Der Umgang mit seinem relingartigen Geländer erinnert an das Promenadendeck eines Schiffs.
Treppen
Die Treppen wirken wie Brücken, die einzelne Ebenen verbinden. Sie geben dem Foyerraum eine schwebende Leichtigkeit,
die ebenfalls vom Schiffsbau inspiriert ist.
Osteingang
Eingang vom Parkplatz und Staatlichen Institut für Musikforschung mit Rampe für Rollstuhlfahrer.
Fundbüro
Eingang zum Green Room
Mosaik
Green Room
Der Green Room wurde 2002 von dem Architekten Paul Kahlfeldt gestaltet. Er dient als Besprechungsraum und
für Pressekonferenzen und kleine Empfänge (auch während Konzertpausen und nach Konzerten).
Auftakt 63
Der Künstler Bernhard Heiliger (1915-1995) gestaltete seine Plastik Auftakt 63 als freies Zusammenspiel
dreier gebogener Körper mit drei stabartig in die Höhe ragenden Linien.
Philharmonie 2005
Collage von Martin Liebscher; gestiftet von der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie e. V. zum 125-jährigen Bestehen des Orchesters.
Treppe
Aufgang zu den Sitzplätzen der linken Seite und zum nördlichen Umgangsfoyer.
Hinweisschild
Rot zeigt im Schiffsverkehr Backbord an, also die in Fahrtrichtung gesehen linke Seite.
Aus diesem Grund haben sämtliche Hinweisschilder im linken Bereich des Foyers eine rote Schrift.
Analog dazu bedeuten Schilder mit grüner Schrift (= Steuerbord): Der Besucher befindet sich auf der rechten Seite des Foyers.
Glasfenster
Kompositionen in Glas: Die Farbglaswände von Alexander Camaro – hier als Arrangement von grau und rosa Tönen –
bilden einen ganz eigenen Kontrapunkt zur Architektur. Scharoun wollte mit dem Effekt des farbigen Lichts den festlichen Charakter des Hauses steigern.
Blick auf das Hauptfoyer
Diese Perspektive offenbart besonders gut Scharouns Raumkonzeption: Die weiße Wand mit der Collage gehört zum Podiumskern des Konzertssaals,
die aufsteigenden Decken sind die Untersichten der drei Parkettebenen, die filigran wirkenden, v-förmigen Stützpfeiler, die aus der Bar herausragen,
tragen die Last des gesamten Saalbodens.
Lampen
Die Leuchten entwarf Günter Ssymmank: Sie bestehen aus je 72 fünfeckigen Polyamidflächen,
die auf ein kugelförmiges Kunststoffgerüst aufgesetzt sind.
Glasfenster, rot
Die Glaswand des Hauptfoyers gestaltete Alexander Camaro als »Farb-Descrescendo«,
das von intensivem Rot über grau-weiße Töne zu durchsichtigem Glas abklingt.
Die Glaswände des Hauses bestehen aus kreisförmigen Glasbausteinen,
die mit Antik- oder Farbglas beklebt und in Beton eingebettet wurden.
Garderobenfoyer
Ein weiterer Garderobenbereich im oberen Geschoss dient dazu, den Besuchern längere Wartezeiten an der Garderobe zu ersparen.
Zugang Saal
Kleine, teilweise brückenartige Treppen führen zu den Saaltüren, die gleichzeitig als Schallschleusen dienen.
Blick auf das Podium von Block A rechts
»Ist es ein Zufall, dass überall, wo improvisiert Musik erklingt, sich Menschen sofort zu einem Kreis zusammenschließen?«
Aus dieser Überlegung heraus entwickelte Hans Scharoun diesen Konzertsaal. In ihm bildet das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt,
um den sich die Zuhörer gruppieren. Damit präsentierte der Architekt ein Konzept, das nicht den traditionellen Vorstellungen
eines Konzertsaals mit der Gegenüberstellung von Musikern und Publikum entsprach.
Blick auf die Zuschauerreihen
»Der Saal ist wie ein Tal gedacht, auf dessen Sohle sich das Orchester befindet, umringt von den ansteigenden Weinbergen.«
Das Bild von sanft abfallenden Bergterrassen setzte Scharoun in der Gestaltung der Zuschauerränge um, die 2218 Besuchern Platz bieten.
Der Architekt hatte die Vision, einen Konzertsaal für eine demokratische Gesellschaft zu schaffen: keine hermetische Abgrenzung
der einzelnen Ränge sowie eine gleichbleibend gute Akustik auf allen Plätzen.
Blick auf das Ende der Mittelachse
Wie ein Schiffskiel wirkt die keilförmige Kammer am Ende der Mittelachse, in der Kameras für Fernsehaufnahmen und
Scheinwerfer für halbszenische Aufführungen Platz finden.
Dirigentenpult
Diese Perspektive hat der Dirigent – auf die Musiker und auf den Saal.
Der große Saal der Philharmonie ist nicht nur für seine Architektur, sondern auch für seine hervorragende Akustik berühmt.
Bei der Planung arbeitete Scharoun mit dem Akustiker Lothar Cremer von der Technischen Universität Berlin zusammen.
Viele architektonische Details wie beispielsweise Verlauf und Höhe der Stufungen und Brüstungen ergaben sich aus akustischen Überlegungen.
Trotz intensiver Vorarbeiten wurden später Nachbesserungen nötig: Eine der einschneidendsten war 1975 die Erhöhung des Podiums,
durch die der Klang der Streicher besser zur Geltung kommt.
Pauken
Der Konzertsaal aus der Sicht der Paukisten
Decke: Sternenhimmel
Als Pendant zur »Weinberg-Landschaft« der Zuschauerebenen schuf Scharoun eine Decke,
die er als »Himmelschaft« bezeichnete. Die vielen kleinen Leuchten sollen Assoziationen an den »Sternenhimmel« wecken.
Übrigens: Die Höhe der Decke resultiert aus der für die Akustik notwendigen Luftraummenge von 10 m³ pro Kopf.
Decke: Akustik
Die Form der Decke, die mit ihren drei konvex gewölbten Bögen an ein Zelt erinnert, garantiert eine gleichmäßig
diffuse Ausbreitung des Schalls. Über dem Orchesterpodium hängen sogenannte »clouds« – gekrümmte Polyester-Flächen,
die als Reflektoren dienen. Sie ermöglichen den Musikern, sich untereinander besser zu hören.
Große Orgel
Im Unterschied zu traditionellen Konzertsälen, in denen die Orgel direkt über dem Orchesterpodium platziert ist,
hat Scharoun das Instrument an die rechte Peripherie des Raumes gerückt. Die Orgel verfügt über 72 Register,
vier Manuale sowie ein Pedal und kann sowohl über einen mechanischen, als auch einen mobilen elektrischen Spieltisch bedient werden.
Sie stammt aus der Berliner Orgelwerkstatt Karl Schuke.
Chororgel
Hinter diesen mit Marmor verkleideten Jalousien verbergen sich die Pfeifen der Chororgel. Ihre 12 Register verteilen sich auf
drei Werke (zwei Manuale und ein Pedal), die wie die Hauptorgel über einen mobilen elektrischen Spieltisch zum Klingen gebracht werden.
Die Chororgel kommt ebenfalls aus der Werkstatt Karl Schukes.
Chorpodium
Das Chorpodium, auf dem sich bei Chorkonzerten die Sänger aufstellen, bietet bei Konzerten ohne Chor noch zusätzlich 120 Besuchern Platz.
Blick auf die Holzwände
Die Verkleidung der Saalaußenwände resultiert ebenfalls aus den akustischen Erkenntnissen Cremers und Scharouns.
Die mit kleinen Löchern versehenen Wände aus Kambalaholz sind absorbierendem Material vorgesetzt, um Echowirkungen
auf einem Teil des Podiums zu vermeiden.
Blick auf das Beleuchter-Studio
Von diesem Studio aus wird die Beleuchtung im Saal und auf dem Podium geregelt.
Blick auf das Tonstudio
Der Große Saal verfügt über ein digitales Tonstudio für CD-Produktionen und Rundfunk-Aufnahmen.
Es entspricht dem neuesten Stand der Technik und ermöglicht mehreren Teams, gleichzeitig an verschiedenen Projekten zu arbeiten.
Das Tonstudio wird nicht nur von den Berliner Philharmonikern, sondern auch von Gastveranstaltern genutzt.
Monatlich finden hier zwischen 15 und 20 Aufnahmen statt.
Blick auf die pyramidenartigen Rabitzkörper der Decke
Nicht nur für die Optik: Die Rabitzkörper in Pyramidenform funktionieren als Helmholtz-Resonatoren und absorbieren einen Teil der tiefen Frequenzen.
Stuhlreihen
Sowohl die unterschiedlichen Höhen der Stuhllehnen, als auch die Schall absorbierenden Stoffverkleidungen an den Unterseiten der Sitze dienen dazu,
den Unterschied der akustischen Verhältnisse zwischen Probe und Aufführung so gering wie möglich zu halten.
Aufzug
Dieser Aufzug bringt die Besucher hinunter zum Osteingang.
Treppen zum Südfoyer
Im Gegensatz zur offenen Weite des Hauptfoyers mit dem höher gelegenen nördlichen Umgangsfoyer
gestaltete Scharoun das Südfoyer als abgeschlossenen Raum, der zum kontemplativen Rückzug einlädt.
Hier findet ein Teil der Einführungsveranstaltungen für die Konzerte der Stiftung Berliner Philharmoniker im Großen Saal statt.
Wilhelm Furtwängler, Büste von Alexander Archipenko
Wilhelm Furtwängler (1886–1954) wurde 1922 als Nachfolger von Arthur Nikisch Chef des Berliner Philharmonischen Orchesters.
Anders als sein Vorgänger setzte er sich zunächst stark für das zeitgenössische Repertoire ein und
erregte dadurch nach der Machtergreifung Hitlers den Unmut der nationalsozialistischen Führung.
Gleichwohl wurde er, der nie der Partei angehörte und sich als unpolitischen Künstler bezeichnete,
von dieser als Dirigent hochgeschätzt. Nach 1945 erhielt er Berufsverbot. In einem Entnazifizierungsprozess
wurde Furtwängler 1947 freigesprochen und konnte danach wieder die Berliner Philharmoniker dirigieren.
Doch erst 1952 übernahm er wieder offiziell die Position des Chefdirigenten, die er bis zu seinem Tod zwei Jahre später innehatte.
Herbert von Karajan, Büste von Hans Baier
Nach dem Tod von Wilhelm Furtwängler wurde Herbert von Karajan (1908–1989) Chefdirigent des Orchesters – für fast 35 Jahre.
Unter seiner Leitung entwickelte es jene spezifische Klangkultur und jene brillante, virtuose Perfektion,
für die es heute weltberühmt ist. Mit ihm zogen die Philharmoniker 1963 in die von Scharoun gebaute Philharmonie.
Mit ihm wurde das Orchester zum Medienstar. Und noch zwei Dinge verdankt es dem Dirigenten: die Salzburger Osterfestspiele,
die er 1967 ins Leben rief, und die Orchester-Akademie.
Hans von Bülow, Büste von Richard Hess
Er gilt als der erste große Orchestererzieher des Berliner Philharmonischen Orchesters: Hans von Bülow (1830–1894).
Nachdem die Philharmoniker in der Anfangszeit mit mehreren hervorragenden Dirigenten zusammengearbeitet hatten,
wurde er auf Betreiben des Konzertagenten Hermann Wolff 1887 deren musikalischer Leiter.
Bülow stellte hohe Ansprüche an das Orchester, probte unerbittlich. Das Ergebnis: Die Berliner Philharmoniker feierten mit ihm Triumphe.
Arthur Nikisch, Büste von Hugo Lederer
Der gebürtige Ungar Arthur Nikisch (1855–1922) leitete das Berliner Philharmonische Orchester von 1895 bis zu seinem Tod 1922.
Er, der selbst seine Karriere als Orchestergeiger begann, verstand es wie kein anderer, die Musiker mit seinem Charme,
seinem Charisma und seiner im Intuitiven wurzelnden Interpretationskunst mitzureißen. Unter Nikischs Leitung nahm das
Berliner Philharmonische Orchester seinen ersten Tonträger auf.
Glasfenster
Die Glasfenster von Alexander Camaro – diesmal in grün-blauen Tönen.
Hermann-Wolff-Saal
Der ehemals Chorsaal genannte Raum heißt heute Hermann-Wolff-Saal – nach dem großen Berliner Konzertagenten.
Er betreute das Berliner Philharmonische Orchester seit seiner Gründung 1882. Ohne sein unternehmerisches Können
hätte das Orchester die schwierige Anfangszeit nicht überdauert. Doch nicht nur das: Wolff stellte auch künstlerisch die Weichen,
indem er Hans von Bülow und Arthur Nikisch als Chefdirigenten engagierte. Nach dem Tod ihres Mannes 1902 führte Louise Wolff
die Geschäfte der Agentur weiter. Durch Repressalien der neuen nationalsozialistischen Machthaber genötigt,
löste sie das Unternehmen 1935 auf. Im Hermann-Wolff-Saal finden die Einführungsveranstaltungen für die Konzerte
der Stiftung Berliner Philharmoniker im Großen Saal statt – sofern es keine Chorkonzerte sind.
Übergangsfoyer
Das Übergangsfoyer verbindet die Philharmonie mit dem Kammermusiksaal.
Glocken
Glocken für die Aufführung von Berlioz’ Symphonie fantastique und Mussorgskys Boris Godunov.
Die Idee für Glocken, die nicht aufgehängt werden müssen, sondern die in der Mitte gestützt werden und
somit im Orchester besser einsetzbar sind, stammt von dem philharmonischen Schlagzeuger Fredi Müller.
Sie wurden mit finanzieller Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie
von der Glockengießerei Bachert in Heilbronn angefertigt.
Hans Scharoun, Porträt von Roland Ladwig
»Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« – 1920 notierte
Hans Scharoun diese Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Der Architekt sah seine Arbeit zeitlebens als Bekenntnis
zu einer demokratischen Gesellschaft.
Hauptfoyer Kammermusiksaal
Der Kammermusiksaal war von Anfang an als Teil der Philharmonie geplant, wurde erst 1987 eröffnet, 15 Jahre nach dem Tod von Hans Scharoun.
Er hatte eine Skizze hinterlassen, aus der sein Partner Edgar Wisniewski die Konzeption des Baus entwickelte.
Der Kammermusiksaal sollte sich organisch in den Philharmonie-Komplex einfügen.
Podiumskern
Wie die Philharmonie, so ist auch der Kammermusiksaal vom Musikerpodium auskonzipiert.
Auch hier bildet der Podiumskern, der sich hinter den Marmorplatten mit der indirekten Beleuchtung verbirgt,
die Mitte des Baus – die Struktur des Konzertsaals bestimmt die Gestalt des Foyers.
Lounge
Loungebereich des Foyers. Wisniewski hat viele Gestaltungselemente der Philharmonie wie beispielsweise
die Glasfenster aufgegriffen und in den Kammermusiksaal integriert.
Foyer
Wisniewskis Idee war es, mit dem Kammermusiksaal ein Forum zu schaffen, das neue Aufführungsmöglichkeiten für zeitgenössische und
experimentelle Musik bietet. So soll auch das Foyer in die musikalische Darbietung mit einbezogen werden können – mit Lautsprechern,
die in den Decken, unter den Treppen und hinter den Natursteinwänden des Podiumskerns versteckt sind.
Farbgestaltung
Dem hellen, lichten Kern des Foyers stellt Wisnieswki an den Außenbereichen dunkle,
düstere Farben gegenüber – entsprechend dem Dualismus von Dur und Moll in der Musik.
Haupttreppe
Die Art der Treppengestaltung mit den freien, brückenartigen Treppenelementen hat Wisniewski im Kammermusiksaal ebenfalls wieder verwendet.
Glaswand
Diese Farbglaswand ist von den Tönen der Wolken und des Himmels inspiriert. Hier finden die Einführungsveranstaltungen
für die Kammerkonzerte der Stiftung Berliner Philharmoniker statt. Außerdem wird das Foyer für Ausstellungen genutzt.
Collage
Feuermann 2006 – Aus drei Fotografien des großen Cellisten Emanuel Feuermann fertigte Friedemann von Stockhausen diese Schwarz-Weiß-Collage an.
Konzertsaal, Blick von Block A links
Die sechseckige Form des Kammermusiksaals war schon in der Skizze Scharouns vorgegeben. Wisniewski übernahm sie in seinen Planungen.
Für die Akustik stand dem Architekten wieder Lothar Cremer beratend zur Seite. Die Anordnung und Gliederung der Zuschauerebenen
ist maßgeblich von seinen Überlegungen mitbestimmt.
Konzertsaal Podium
Das Konzertpodium birgt viele Möglichkeiten, so auch eine Orchestergraben-Versenkung für halbszenische Aufführungen.
Die Variabilität des Podiums war ein wichtiges Anliegen des Architekten, der den Aufführungen von zeitgenössischer Musik
einen adäquaten Raum schaffen wollte.
Decke
Sie haben sich schon im Großen Saal bewährt: die »Clouds« über dem Podium und die pyramidenförmigen Rabitzkörper
sind nicht nur Schmuck, sondern notwendig für die gute Akustik des Raums.
Aktionsring
Auf halber Höhe durchläuft das Zuschauerparkett ein sogenannter »Aktionsring«. Er dient dazu, den Musikern weitere Auftrittspositionen zu bieten.
Raummusik Emporen
Die Raummusik-Emporen an der Peripherie des Saales sind ebenfalls dazu da, durch unterschiedliche Aufstellungen der Musiker
zusätzliche Raumwirkungen zu ermöglichen.
Kasse
Die Konzertkasse des Kammermusiksaals ist eine Abendkasse, keine Vorverkaufskasse.
Saalplan
Orientierungshilfe: Saalplan mit Sitzplananordnung des Kammermusiksaals.
Treppe abwärts
Treppe zur Tiefgarage
Südfoyer
Im Südfoyer sind die Büsten großer Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker zu sehen.
Am Fenster stehen die von Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan und Hans von Bülow (v.l.n.r.).
An der gegenüberliegenden Wand befindet sich die Büste von Arthur Nikisch.
Kurzanleitung
Der virtuelle Rundgang führt Sie automatisch durch die Philharmonie und den Kammermusiksaal. Er kann jedoch jederzeit unterbrochen werden:
durch Anklicken des Bildes oder durch Drücken der Stopptaste am rechten Rand. Klicken Sie auf die Playtaste, wenn der Rundgang weitergehen soll.
Eingang
Herzlich willkommen in der Philharmonie, Berlins musikalischer Mitte. Seit 1963 ist sie Heimstätte der Berliner Philharmoniker.
Machen Sie sich auf, erkunden Sie die Philharmonie, ihre Architektur und ihre Geschichte.
Damit ist unser Rundgang zu Ende...
Wir würden uns freuen, Sie bald persönlich zu einer der vielen Veranstaltungen in der Berliner Philharmonie begrüßen zu dürfen.